„Es war ein bisschen so wie in einem Film und Corona ist der böse Gegner, gegen den ich kämpfen muss.“ – Teil 2

Gib hier deine Überschrift einNox, 15 Jahre; Laura 17 Jahre; Johanna 15 Jahre u.a. Aus einer Befragung von insgesamt über 80 Jugendlichen aus NRW im November 2020, die ihre Gefühle während der Lockdowns beschreiben.

In einem Haus oder einer Wohnung mit der Familie sind die Eltern und Geschwister stets nur eine Tür entfernt. Gespräche mit Freund*innen sind selbst mit Telefon nur eingeschränkt möglich. Es gibt keine Möglichkeit, sich „mal über die Familie auszulassen.“ Die Sehnsucht nach den besten Freund*innen, aber auch nach Mitschüler*innen, Teammitgliedern etc. wird mit andauerndem Lockdown immer größer.

„Ich habe mich nach meinen Freunden und meinem Freund gesehnt, ich war ständig traurig und fühlte mich trotz meiner Familie einsam.“

„Insgesamt haben wir als Familie viel mehr Ausflüge gemacht …, die haben mir am Anfang gut gefallen. Aber irgendwann kann man die immer gleichen Personen einfach nicht mehr sehen. Mit Freunden das ist einfach was anderes.“

„Grundsätzlich hatte ich kein so großes Problem damit zu Hause zu bleiben. Mein größtes Problem war die eingeschränkte Privatsphäre und das Gefühl durchgängig von meinen Eltern überwacht zu werden.“

Ohne den gewohnten Alltag entstehen Frustrationen, die Motivation irgendetwas zu tun wird immer geringer. Je länger dieser Zustand andauert, desto schwieriger wird es für die jungen Leute daran wieder etwas zu verändern. Eine zu Beginn des Lockdowns noch beschriebene Entlastung, Freiheit und Selbstbestimmung schlägt ins Gegenteil um.

„Anfangs tat es gut abzuschalten und mal wieder Freizeit zu haben, ohne Stress wegen der Schule und so … Nach einem Monat wurde es immer anstrengender. Mich hat das ständige im Haus sein seelisch total runtergezogen. Mir haben einfach Menschen gefehlt. Und Alternativen mal was anderes zu machen.“